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Kleiner Einblick in die Therapie mit Kindern

Zitat aus der Kindertherapie von einem 5 jährigen Jungen: „Also das ist ein Apfel mit Fell“...sagte er, als ich ihm einen Pfirsich zeigte (Obst-Kategorie, beim nächsten Treffen habe ich dann verschiedene Sorten mitgebracht). Für jeden wird die logopädische Therapie individuell angepasst und immer am Ziel orientiert, welches ich mir gemeinsam mit dem Patienten/der Patientin definiere. Bei Kindern speziell teile ich die Therapieeinheit in 3 Teile. Da mir wichtig ist, dass das Kind die Therapieeinheit größtenteils als Spielstunde erlebt, darf es selbst ein Spiel wählen. Zuvor suche ich aber für mich 4 geeignete Spiele aus, wovon sich das Kind für eines entscheiden darf .Die Motivation des Kindes während der Sitzung aufrechtzuerhalten ist mir sehr wichtig.

Logopädinnen und Logopäden sind in der Wahl des Therapieansatzes und der Therapiemethode frei. Das bedeutet, dass wir eigenverantwortlich und patientenspezifisch die jeweils passende Therapieeinheit erstellen. Zur Qualitätssicherung dieser und um uns auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zu befinden, werden regelmäßig Fortbildungen besucht. (zit. n. Logopädie-Verband-Austria)

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Die Myofunktionelle Therapie unterstützend für Kieferorthopädische Maßnahmen

Auch in der Myofunktionellen Therapie (unterstützend für Kieferorthopädische Maßnahmen oder zur Verbesserung der Schluckfunktion und zur Herstellung einer präzisen Artikulation) gibt es spielerische Elemente: Wie zum Beispiel die Zungenschaukel, oder Gummibärliwaschanlage. Bei der Gummibärliwaschanlage kommt ein Bärchen an einen Zahnstocher und die Zunge soll rechts, links, oben unten bewegt werden, sowie am Gaumen die besagte Lage finden (Rugae Palatinae). In Ruhe soll die Zunge immer mit der Spitze leicht an der Rugae Palatinae anliegen. Wichtig ist, dass der Zungenmuskel beim Schlucken nicht an die Zähne drückt!

Außerdem ist die Kieferstellung, sowie die Zungenfunktion auch in Zusammenhang mit der gesamten Körperhaltung zu betrachten. Ich ersetze nicht die Arbeit einer Physiotherapeutin. Aber in der Myofunktionellen Therapie lasse ich immer wieder Spiele für die Haltungsverbesserung einfließen. Es handelt sich um Spiele, die den Kindern vertraut sind „Packerl zu“ (aus dem Kindergarten meistens bekannt) oder wir spielen „Zirkuskünstler“ und bauen somit Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur ein.

Empfehlungen: Nicht jedes Kind braucht einen Schnuller. Eltern sollten ermutigt werden, diverse Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und diese adäquat zu beantworten. Es ist wichtig, dass der Schnuller von Anfang an vernünftig und bewusst eingesetzt wird, und diesen zeitgerecht abzugewöhnen, damit Störungen der Mundfunktionen (Kiefer) nicht gestört werden. Spätestens, wenn das Kind zu sprechen beginnt (7. bis 12. Lebensmonat) soll der Schnuller nicht mehr verwendet werden.

Für den Spracherwerb, sowie für die Grammatikentwicklung sind immer wieder Rollenspiele (mit Handpuppen, oder kleine Puppen und das Holzwohnhaus, Playmobilschiff und Figuren, sowie Tiere) im Vordergrund. Die Kinder lernen hier viel in der Sprachentwicklung dazu.

Gerne erarbeite ich bei Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen auch Fingerspiele „Fünf Finger wollen den Apfel tragen“, „Steigt ein Büblein auf den Baum“, „10 kleine Zappelmänner“ oder Bewegungsgedichte und Handpatschverse.